Englisch auffrischen – mit der richtigen Lernmethode zurück ins Gespräch
Wie Du verschüttete Englischkenntnisse wieder zum Leben erweckst, sinnvoll übst und Schritt für Schritt Sicherheit beim Sprechen gewinnst.
Wenn die Wörter plötzlich fehlen
„Where are you from?“ – Die Frage ist eigentlich nicht schwer. Schließlich hattest Du jahrelang Englisch in der Schule. Die Antwort kennst Du auch. Zumindest theoretisch. Doch während Du noch überlegst, ob es nun „I come from“ oder „I'm from“ heißen soll, hat Dein Gegenüber längst eine weitere Frage gestellt.
Kommt Dir das bekannt vor? Dann ist Dein Englisch vielleicht gar nicht so schlecht, wie Du glaubst. Es ist nur etwas eingerostet. Viele Menschen erleben genau das, wenn sie nach Jahren wieder Englisch sprechen möchten. Beim Lesen verstehen sie erstaunlich viel, bekannte Wörter kommen ihnen vertraut vor, und bei einem englischen Film können sie zumindest der Handlung folgen. Aber sobald sie selbst etwas sagen sollen, wird es schwierig. Die gute Nachricht: Du musst nicht unbedingt noch einmal von vorne anfangen. Vieles, was Du früher gelernt hast, lässt sich wieder aktivieren. Entscheidend ist, wie Du dabei vorgehst.
Wie viel Englisch steckt eigentlich noch in Dir?
Bevor Du neue Vokabeln lernst oder Dich durch Grammatikübungen arbeitest, lohnt sich eine kleine Bestandsaufnahme. Vielleicht kannst Du einfache Texte problemlos lesen, hast aber Schwierigkeiten, einem Gespräch zu folgen. Oder Du verstehst gesprochene Sätze recht gut, findest selbst jedoch nicht schnell genug die passenden Wörter. Das ist kein Widerspruch. Eine Sprache zu verstehen und sie selbst anzuwenden sind unterschiedliche Fähigkeiten. Deshalb kann es passieren, dass Du einen englischen Satz sofort verstehst, ihn aber nicht selbst formulieren könntest.
Ein guter Wiedereinstieg beginnt dort, wo Deine Kenntnisse heute stehen, nicht dort, wo Dein Englischunterricht vor Jahrzehnten aufgehört hat. Wenn Du Deinen Kenntnisstand nicht einschätzen kannst, hilft Dir ein Level-Test bei der Orientierung. Auf Talk2Any – Top 5 Sprachkurse findest Du einen kostenlosen Englisch-Level-Test. So bekommst Du einen ersten Anhaltspunkt, welche Kenntnisse noch vorhanden sind und auf welchem Niveau Du sinnvoll weiterlernen kannst.
Dein Englisch ist besser, als Du denkst?
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Warum bloßes Vokabelpauken nicht genügt
Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die Vokabelhefte aus Deiner Schulzeit. Links stand das englische Wort, rechts die deutsche Übersetzung. Man deckte eine Spalte ab und versuchte, möglichst viele Wörter richtig aufzusagen. Das funktionierte durchaus, zumindest bis zur nächsten Klassenarbeit. Aber ein Wort zu kennen bedeutet noch lange nicht, es in einem Gespräch verwenden zu können.
Nehmen wir das englische Wort „appointment“. Du weißt vielleicht, dass es „Termin“ bedeutet. Doch kannst Du auch spontan sagen, dass Du morgen einen Termin hast oder einen Termin verschieben möchtest? Erst wenn Du ein Wort in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendest, wird es zu einem wirklich brauchbaren Bestandteil Deines Wortschatzes. Deshalb ist es sinnvoll, beim Englischauffrischen nicht nur einzelne Wörter zu wiederholen, sondern gleich einfache Sätze zu bilden. Aus „appointment“ wird „I have an appointment tomorrow“. Später kommt „Can we change the appointment?“ dazu. So lernst Du nicht nur die Bedeutung, sondern auch, wie das Wort im Alltag funktioniert. Du musst dafür keine komplizierten Texte schreiben. Schon wenige eigene Sätze helfen Dir, vertraute Wörter wieder aktiv zu verwenden.
Wiederholen mit System statt nach Zufall
Kennst Du das? Du lernst ein neues Wort, kannst es am nächsten Tag noch problemlos wiedergeben und eine Woche später ist es verschwunden. Das ist völlig normal. Unser Gedächtnis behält nicht automatisch alles, womit wir uns einmal beschäftigt haben. Eine bewährte Lernmethode ist deshalb die zeitlich verteilte Wiederholung, auch Spaced Repetition genannt. Dabei wiederholst Du Lernstoff nicht ständig hintereinander, sondern in zunehmenden zeitlichen Abständen. Was Du bereits sicher beherrschst, erscheint seltener. Schwierige Wörter werden häufiger geübt.
Stell Dir vor, Du lernst heute zehn englische Ausdrücke. Morgen überprüfst Du, welche Du noch kennst. Einige Tage später wiederholst Du sie erneut. Wörter, die Dir leichtfallen, können länger warten. Bei anderen brauchst Du vielleicht noch mehrere Anläufe. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du beschäftigst Dich gezielter mit dem, was Du noch nicht sicher kannst, statt immer wieder denselben Stoff durchzugehen. Viele digitale Sprachlernprogramme unterstützen solche Wiederholungsmethoden. Das kann besonders beim Wiedereinstieg hilfreich sein, weil Du Dich nicht selbst darum kümmern musst, wann welches Wort erneut geübt werden sollte.
Vom Verstehen zum Sprechen
Jetzt kommt der Teil, vor dem sich viele Menschen drücken: selbst Englisch sprechen. Vielleicht hast Du schon erlebt, wie problemlos Du einem englischen Gespräch folgen konntest, solange niemand eine Frage an Dich richtete. Plötzlich musst Du antworten, und schon beginnt die Suche nach den richtigen Wörtern. Das lässt sich trainieren. Und zwar auch dann, wenn gerade kein englischer Gesprächspartner zur Verfügung steht.
Eine einfache Übung besteht darin, kurze englische Dialoge anzuhören und einzelne Sätze laut nachzusprechen. Achte dabei nicht nur auf die Wörter, sondern auch auf den Klang und den Rhythmus der Sprache. Anschließend veränderst Du den Satz ein wenig. Aus „I'd like a cup of tea“ wird beispielsweise „I'd like a cup of coffee“. Später ergänzt Du „Could I have some milk, please?“ Auf diese Weise entstehen aus wenigen bekannten Formulierungen immer neue Gesprächssituationen.
Auch Selbstgespräche können nützlich sein. Beschreibe beispielsweise auf Englisch, was Du gerade machst, was Du morgen vorhast oder was Du gestern erlebt hast. Dabei wirst Du schnell merken, welche Wörter Dir noch fehlen. Wichtig ist, dass Du nicht bei jedem Fehler stehen bleibst. Wenn Du einen Satz erst vollständig im Kopf übersetzen möchtest, bevor Du ihn aussprichst, gerät jedes Gespräch ins Stocken. Flüssiger wirst Du vor allem durch regelmäßige Anwendung.
Lieber regelmäßig als gelegentlich stundenlang
Du hast beschlossen, Dein Englisch aufzufrischen. Hoch motiviert setzt Du Dich am Sonntag für zwei Stunden an den Schreibtisch. Danach kommt eine arbeitsreiche Woche, und plötzlich ist wieder Freitag. Gelernt hast Du seitdem nichts. Das ist ein typisches Problem beim Sprachenlernen. Nicht unbedingt die Schwierigkeit des Lernstoffs verhindert Fortschritte, sondern die fehlende Regelmäßigkeit.
Für den Wiedereinstieg kann es sinnvoller sein, täglich eine überschaubare Lerneinheit einzuplanen. Beispielsweise zehn Minuten Vokabelwiederholung, zehn Minuten Hörübungen und anschließend ein paar eigene Sätze. Das lässt sich leichter in den Alltag einbauen als ein gelegentlicher Lernmarathon. Dabei müssen die Übungen nicht immer gleich aussehen. An einem Tag wiederholst Du Wörter, am nächsten hörst Du einen kurzen Dialog. Vielleicht schaust Du Dir auch ein englisches Video an oder liest einen kleinen Artikel zu einem Thema, das Dich interessiert.
Gerade das macht den Wiedereinstieg abwechslungsreich. Englisch begegnet Dir schließlich nicht nur in Lehrbüchern. Du findest es in Filmen, Musik, Reiseberichten, Bedienungsanleitungen und Gesprächen mit Menschen aus aller Welt. Je häufiger Du die Sprache in unterschiedlichen Situationen erlebst, desto vertrauter wird sie Dir wieder.
Wie ein Onlinekurs den Wiedereinstieg unterstützen kann
Natürlich kannst Du Dein Englisch auch mit Büchern, Videos, Karteikarten und kostenlosen Übungen auffrischen. Das Angebot ist riesig. Manchmal liegt genau darin allerdings die Schwierigkeit: Du findest unzählige Möglichkeiten, weißt aber nicht, womit Du beginnen und wie Du sinnvoll weitermachen sollst. Ein strukturierter Onlinekurs kann Dir diese Entscheidung erleichtern. Statt jeden Tag nach neuen Übungen zu suchen, folgst Du einem Lernprogramm, das unterschiedliche Bestandteile miteinander verbindet.
Der Englischkurs von Sprachenlernen24 arbeitet unter anderem mit einem Tagestrainer und systematischen Vokabelwiederholungen. Hinzu kommen Übungen zu Satzbau, Grammatik und Verben sowie Dialoge, mit denen Du typische Formulierungen kennenlernen und üben kannst. Für Wiedereinsteiger kann besonders die Verbindung verschiedener Übungsformen interessant sein. Du wiederholst nicht nur Wörter, sondern beschäftigst Dich auch damit, wie daraus verständliche Sätze entstehen.
Allerdings nimmt Dir kein Sprachkurs das eigentliche Lernen ab. Auch ein ausgeklügeltes Wiederholungssystem funktioniert nur, wenn Du es regelmäßig nutzt. Und wer wieder sicher sprechen möchte, sollte zusätzlich möglichst viele Gelegenheiten suchen, Englisch tatsächlich anzuwenden. Ob ein bestimmter Kurs zu Dir passt, hängt außerdem von Deinem aktuellen Niveau, Deinen Lernzielen und Deinen persönlichen Vorlieben ab. Deshalb ist es sinnvoll, vor einer Kaufentscheidung zunächst einen Blick auf die Kursinhalte und die Demomöglichkeiten zu werfen.
Wenn Du Dir das Lernsystem genauer ansehen möchtest, findest Du auf Talk2Any weitere Informationen zum Englischkurs von Sprachenlernen24.
Der erste kleine Erfolg zählt
Stell Dir vor, Du bist im Urlaub und kommst mit jemandem ins Gespräch. Vielleicht fragt Dich Dein Gegenüber, woher Du kommst, wie lange Du schon hier bist oder ob Dir die Gegend gefällt. Früher hättest Du möglicherweise nach einer passenden Antwort gesucht und das Gespräch möglichst schnell beendet. Diesmal antwortest Du einfach. Nicht perfekt, vielleicht mit einem kleinen grammatischen Fehler, aber Dein Gegenüber versteht Dich. Und plötzlich entwickelt sich eine Unterhaltung.
Genau darum geht es beim Englischauffrischen. Nicht darum, möglichst schnell sämtliche Grammatikregeln zu beherrschen oder Tausende von Vokabeln auswendig zu lernen. Sondern darum, vorhandenes Wissen wieder nutzbar zu machen und Schritt für Schritt Neues hinzuzufügen. Vielleicht steckt in Deinem alten Schulenglisch mehr, als Du vermutest. Du musst ihm nur wieder Gelegenheit geben, zum Vorschein zu kommen.
Denn Sprachen öffnen Türen. Und manchmal reicht schon ein einfacher Satz, um eine davon aufzustoßen.